Ein Steirisches Wahrzeichen

Wer kennt es nicht? Das Wahrzeichen des steirischen Weinlandes?
Es ist mit dem Weinland genauso verbunden wie die Hügelketten, die Bergkuppen, die Pappeln, die Gehöfte der Winzer und die Vielfalt der landwirtschaftlichen Kulturformen. Früher wurde es fast ausschließlich Windradl oder auch Windmühle genannt. Im letzten Jahrzehnt hat sich immer mehr der Name "Klapotetz" verbreitet. Er ist wohl von den südlichen Nachbarn in unser Land gekommen. Ist doch in dem slowenischen Wort der Klang des Klapotetz fast zu hören. Über das Alter des Klapotetz ist nichts Genaues bekannt. Prof. Leopold Kretzenbacher führt in seinem Buch "Windradl und Klapotetz" 1797 eine erste handschriftliche Notiz an.

Es gibt über den Termin des Aufstellens des Klapotetz verschiedene Ansichten. Der eigentliche Tag ist der des Heiligen Jakobi am 25. Juli. Der Abbau oder das Stilllegen erfolgt zu Allerheiligen 1. November oder zu Martini. Ursprünglich war es die Aufgabe des Klapotetz mit der beginnenden Reife der Weintrauben die Vögel aus den Weingärten zu vertreiben. Am Anfang ist dies auch bewirkt worden, doch bald merkten die Vögel, daß ihnen von dem Geklapper keine Gefahr droht. Nun aber ist eigentlich aus dieser Vogelscheuche eine Fremdenverkehrsattraktion geworden. Die einzelnen Teile eines Klapotetz werden aus verschiedenen Holzarten hergestellt: die Flügel aus Fichtenholz, die Klöppeln oder Klappern aus Buchenholz, der Block aus Esche oder Kastanie. Das Schlagbrett muß unbedingt aus Kirschbaumholz sein, denn es erzeugt, wenn darauf geschlagen wird, schrille Töne.